Rückblick Freiburg – Bodensee

Schwäbischer Albverein Ortsgruppe Hayingen e.V.

Querweg des Schwarzwaldvereins Freiburg – Bodensee: 1. Hälfte 18.-21. September

Vier sonnig-frische Tage wurden uns 15 WanderInnen zuteil. Daraus konnten wir etwas machen: 27 h waren wir auf der Strecke, um 2300 Anstiegsmeter und 85 km Entfernung zu bewältigen. Zur Anfahrt in den Breisgau nutzten wir das BaWü-Ticket, das Deutschlandticket und den Pkw (Gepäcktransport). Im Freiburger Hauptbahnhof gab es ein großes Hallo gepaart mit der Vorfreude auf die kommenden Tage. Die zahlreichen Fahrräder haben uns nicht erwischt, so dass wir in kurzer Stadtbesichtigung den Münsterplatz und das Schwabentor erreichten. Dort startete der Querweg den Schlossberg hinauf. Auch das Konus-Gästeticket wurde reichlich eingesetzt, war doch auf der kurzen Strecke von Buchenbach bis Titisee durch’s Höllental zweimal umzusteigen. „Hald a mol, dia send jo gfahra!“ Ja schon, aber nur, weil wir im wunderbaren Gasthof Adler in Buchenbach nach Etappe 1 und 2 zweimal übernachteten und uns wieder zum Start der Etappe 3 nach Titisee transportieren ließen. Alles klar? Wir mussten stets rechnen, wo wir an jedem Tag hinwollten bzw. sollten. Hier waren Reaktionsschnelligkeit und Sprintfreudigkeit gefragt, um den Bussen und sonstigen Ersatzverkehren hinterherzukommen. Das hätte man wissen können, dass der Bus auf der anderen Gleisseite wegfährt… Das war ein ganz schöner Trubel teilweise, in Hinterzarten und Titisee.

Die Etappen waren Freiburg über den Schlossberg nach Buchenbach im Dreisamtal,

von Buchenbach auf die Felsen überm Höllental und der Ravennaschlucht (Piketfelsen 1040 m), via Hinterzarten über den Sattel zum Titisee,

vom Titisee über den Hochfirst 1190 m – höchster Punkt des gesamten Weges – und hinab nach Kappel zur Haslach- und nach dem Zusammenfluss mit der Gutach zur fantastischen Wutachschlucht, auch wenn sie nicht viel Wasser führte. Wir durchwanderten in erheblichem Auf und Ab die Schlucht der Länge nach und erreichten schließlich die Schattenmühle (Ü),

von der Schattenmühle die ganze Wutachschlucht auf einigen Brücken hindurch bis zur Wutachmühle und nach Achdorf und schließlich nach einem kernigen Schlussanstieg nach Blumberg. Von dort ging es mit dem Schnellbus nach Donaueschingen und über die Donautalstrecke gen Heimat.

Hervorzuheben wären:

Wir waren ein sich bestens vertragender Haufen, der vorher noch nicht so beisammen war, und es hat alles gepasst. 11 Frauen und nur 4 Männer.

Titisee: Der See ist so klein, dass die Anzahl Wohnmobile dort ihn hätte wohl umspannen können. An der Promenade ist alles präsentiert und optimiert für die Besucher aus wirklich aller Welt: Gut, wo willst Du sonst noch Umsatz machen? Aber bitte keine Stühle verschieben auf der Caféterrasse.

Wenn wir auf dem Hochfirst die Radfahrergruppe mit Kaffeekannen (!) gefragt hätten, hätten wir den Gasthof auf der Rückseite der Sendemasten gesagt bekommen. Aber so war die Pause vorbei…(schon streng). Das Detail war schlecht vorbereitet. Mea culpa.

„Blut, Schweiß und“ alkoholfreies Hefe/Radler war bei den Blasengeplagten zu lesen. Da musste geklebt werden, was die Pflaster hergaben. Aufgeben sei keine Option. Oh, ich will nicht schuld sein. Auch Knielädierung war kein Grund, nicht weiter zu wollen.

Die 2. Hälfte des Querweges ist für 2027 gewünscht. Mal sehen, wie wir Konstanz erreichen.

Jürgen Haible